Ratgeber

Pilzkrankheiten

Welche Pilzkrankheiten gibt es bei pflanzen
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Parasitische Pilze sind nicht nur die am häufigsten vorkommenden pflanzlichen Holzschädlinge, sondern sie richten auch den meisten Schaden an. Ihre verheerende Wirkung erzielen sie, indem sie die Wände der Holzzellen zerstören. Zusammengefasst wird diese Schädlingsgruppe bzw. der angerichtete Schaden unter dem Begriff Holzfäule. Besonders im Bereich der Forstwirtschaft und des Holzschutzes im Baubereich wird dieser Begriff verwendet. Ihr bekanntester Vertreter ist der Echte Hausschwamm. Ökologisch sind mit Holzfäule befallene Bäume sehr interessant, denn sie bieten vielen Insekten, Vögeln usw. Unterschlupf und Nahrung.

Bei Fusarien handelt es sich um die weit über 100 Arten umfassenden Schimmelpilze der Gattung Fusarium. Sie gehören zu den weltweit vorkommenden Schlauchpilzen, von denen es mehrere Tausend Arten gibt. Die natürlichen (positiven) Fusarien kommen in erster Linie im Erdreich vor, wo sie Pflanzenreste abbauen. Die schädlichen Fusarien befallen besonders bestimmte Getreidesorten wie Weizen und Mais, so dass man feststellen muss, das Fusarien die wohl wichtigsten Krankheitserreger im Getreideanbau sind.

Der Begriff „Mehltau“ umfasst mehrere verschiedene Pilzarten, die zwar alle eine ähnliche Lebensweise haben, jedoch immer nur eine bestimmte Pflanzenart befallen. Am bekanntesten sind der Falsche Mehltau und der → Echte Mehltau , unter deren Namen jeweils unterschiedliche Mehltauarten zusammengefasst werden. Die Pilze beider Arten richten erheblichen Schaden an, indem sie ihren Wirtspflanzen Nährstoffe entziehen. Dadurch gehen die Pflanzenteile ein, manchmal sterben auch ganze Pflanzen ab. Beide Mehltauarten werden zwar häufig verwechselt, sind jedoch nicht miteinander verwandt. Außerdem entwickeln sie sich unter ganz unterschiedlichen Bedingungen: der Echte Mehltau „liebt“ Trockenheit, während der Falsche Mehltau, der besonders auf krautigen Pflanzen anzutreffen ist, feuchtes Klima braucht bzw. bevorzugt.

Mehltau-Pilze sind verschiedene schädliche Erreger, die in der Regel immer nur auf bestimmten Pflanzenarten anzutreffen sind, um diese Nährstoffe zu entziehen. Dadurch sterben Pflanzenteile oder ganze Pflanzen ab. Besonders bekannt und gefürchtet sind der → Falsche Mehltau und der Echte Mehltau, da beide erheblichen Schaden anrichten können. Verwandt sind beide Arten nicht; jedoch werden sie häufig verwechselt, obwohl sie verschiedene Erscheinungsbilder aufweisen und unterschiedliche Witterungsbedingungen „lieben“ (→Auftreten).

Unter dem Oberbegriff Holzfäule werden verschiedene Pilzgruppen parasitischer Art zusammengefasst (→ Stammfäule , Einleitung). Eine dieser Gruppen ist die Wurzelfäule, deren meist wirtsspezifischen Erreger die Wurzeln vieler Pflanzen befallen können. Nicht nur Bäume und andere Gehölze, sondern auch Zier- und Gemüsepflanzen sowie Erdbeeren sind gefährdet. Auch im Grow-Bereich tritt die Wurzelfäule auf. Als Folge eines Befalls kommt es häufig zum Absterben der Pflanzen.

Rostpilze, die zur Ordnung der Ständerpilze gehören, sind Schädlinge ersten Ranges, da sie sehr viele Pflanzen (Nutz- und Zierpflanzen) befallen und dabei sehr hartnäckig sind. Weltweit gibt es 14 Rost-Familien mit über 5000 Arten. Nicht wenige von ihnen sind wirtsspezifisch, sind also nur auf bestimmten Sorten oder Pflanzenarten anzutreffen. Ihren Namen haben die parasitischen Pilze von rostbraunen Sporenlagern auf den Rückseiten der Blätter. Einen Befall mit Rost kann man zuerst auf den Blattoberseiten erkennen. Ist der Befall sehr stark, kann er zum Tod der Pflanzen führen.

Braunfäule ist eine von verschiedenen Holzfäule-Arten (→ Stammfäule , Einleitung) und wird von verschiedenen Schadpilzen erzeugt. Sie baut den hellen Pflanzenbestandteil Zellulose ab, so dass nur noch das dunkelbraune Lignin übrigbleibt. Darunter leidet auch die Festigkeit und Masse. Bei der → Weißfäule ist es genau entgegengesetzt. Auch der Bruch ist bei der Braunfäule anders (Würfelbruch, zu feinem Pulver zerreibbar), während bei der Weißfäule ein faseriges Holz übrigbleibt, das man nicht zerreiben kann. Oftmals sind beide Fäulearten nebeneinander auf einem Holz anzutreffen.

Braut- und Braunfäule (Tomaten) / Kraut- und Knollenfäule (Kartoffeln) Verursacher der o.g. Krankheiten ist der Pilz Phytophthora infestans. Tritt er bei Tomaten auf, bezeichnet man die Erkrankung als Kraut- und Braunfäule (manchmal auch nur Braunfäule). Schädigt er Kartoffeln, spricht man von der Kraut- und Knollenfäule. Daneben ist er manchmal auch auf anderen Pflanzen (z.B. Petunien, Paprika) zu finden, wenn auch selten. In jedem Falle ist der Pilz ein Schädling ersten Ranges, denn ein Befall besonders von Tomaten und Kartoffeln führt nicht selten zu erheblichen Ernteeinbußen bis hin zum vollständigen Ernteausfall. Dies gilt sowohl für privaten als auch den gewerblichen Bereich. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Pilz sogar zu Hungersnöten in Irland geführt, da fast die gesamten Kartoffelernten mehrerer Jahre zerstört wurden.

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